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Jugendliche – COVID-19

Nicht nur für uns Erwachsene ist die derzeit vorherrschende COVID-19 Situation belastend. Auch Kinder und Jugendliche sind von dieser Thematik betroffen.

Die klinische Psychologin im SOS-Kinderdorf Ambulatorium für Kinder und Jugendpsychiatrie in Wien beschreibt folgendes. Auch Kinder machen sich Sorgen. Die aktuelle Situation löst bei Kindern und Jugendlichen Ängste aus. Mehrere Komponenten spielen hier zusammen, zum einen das Virus selbst und zum anderen die Angst um andere Menschen. Die COVID-19 Situation belastet die ganze Familie. Finanzielle und berufliche Entwicklungspotentiale belasten auch die Kinder und Jugendlichen.

Aufgrund von fehlenden Alternativen in Bezug auf das Freizeitverhalten beschäftigen sich viele Jugendliche stundenlang oftmals auch nächtelang mit der digitalen Welt. Mögliche Auswirkungen sind, die Tag-Nacht- Umkehr, Suchtproblematiken und die Erhöhung des Konfliktpotential mit den Eltern, von der fehlenden Tagesstruktur nicht zu sprechen. Soziale Schwierigkeiten machen sich transparent. Kinder lernen im Austausch mit andere verschiedene Entwicklungsaufgaben, Modellernen, Moralentwicklung, Entwicklungsstufen. Wichtige Fähigkeiten die erlernt wurden, können auch wieder wegfallen.

Kinder und Jugendlichen sind unterschiedliche betroffen. Prinzipiell gilt: Je länger der Ausnahmezustand anhält, je gravierender können die Auswirkungen transparent gemacht werden. Ängste, Soziale Ängste, Lernprobleme, fehlende Entwicklungsschritte, familiäre Probleme. Langfristig Folgen können die Vergrößerungen des sozialen Ungleichgewichts sein.

Wie stark sich eine Krise auf ein einzelnes Kind auswirkt, geht mit verschiedensten Faktoren einher. Herkunftsfamilie, Kultur, Temperament, Persönlichkeit, Entwicklungsstufe, psychische Stabilität, Ressourcen, … . Bei manchen Familien funktioniert es vielleicht gut, jedoch bei denen es nicht funktioniert, diese müssen geschützt, beraten, begleitet und gefördert werden.

Nicole Beck


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